Wir freuen uns sehr, dass wir eine äußerst gelungene Informationsveranstaltung zum geplanten Windpark in Altötting Ende November im Bürgerhaus in Burghausen realisieren durften.
Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger sind erschienen und ein reger, konstruktiver Austausch fand statt. Den Auftakt bildete unsere Geschäftsführerin Heike von der Heyden mit einer Vorstellung des geplanten Windparkprojektes in Altötting.
Anschließend sprach Dr. Peter von Zumbusch, Standortleiter von Wacker Chemie AG in Burghausen und zeigte sehr anschaulich die Vorteile des Windparks in Altötting auf.
Wie gewinnbringend die Windenergie für die die Umwelt und die Bürgerinnen und Bürger sein kann, verdeutlichte auch Bürgermeister Martin Voggenberger der österreichischen Nachbarsgemeinde Munderfing. Voggenberger hat den Windpark in seiner Gemeinde tatkräftig mitgetragen. Er wies auf das rege Interesse und die Unterstützung, vor allem auf den Stolz der ganzen Region hin. Der Gemeinderat in Munderfing stimmte einstimmig für das Windparkprojekt.
Weitere Redner waren Monika Rauh, leitende Ministerialrätin und Abteilungsleiterin für Erneuerbare Energien im Bayerischen Staatsministerium. In einem spannenden Vortrag ging sie sehr gut auf die Fragestellung ein, warum der geplante Windpark im Chemiedreieck so wichtig für die Energiewende und die Wirtschaft in Bayern sei.
Wertvolle Einblicke in das Thema Windkraft im Wald erfolgte zudem von Prof. Dr. Sören Schöbel-Rutschmann, Landschaftsarchitekt und Professur an der TU München. Er konnte anhand hilfreicher Ausführungen und Visualisierungen die Bedenken zu den Eingriffen in das Landschaftsbild und in die Natur durch Windkraftanlagen widerlegen. Außerdem betonte er die dringliche Relevanz der Energiewende mit Verweis auf das das Wind-an-Land-Gesetz der Bundesregierung. Demnach geht es laut Prof. Dr. Schöbel-Rutschmann nicht um die Frage, ob ein Landkreis Windenergieanlagen stellen solle, sondern vielmehr darum, wann und wie viele.
Am Ende der Veranstaltung erfolgte noch ein reger Austausch, bei dem die Bürgerinnen und Bürger ihre offenen Fragen stellten konnten. Zu den Themen Immissionen, Naturschutz und Forst, Technische Planung und Bau, Bürgerbeteiligung, Wirtschaftlichkeit und Betrieb, Visualisierung, Infraschall gab es zudem Stände für weitergehende Informationen. Auch der Bundesverband Windenergie e.V., das Bayerische Landesamt für Umwelt, das Ökoenergie-Institut Bayern, die Bayerischen Staatsforsten der Bund Naturschutz und der Landesbund für Vogel- und Naturschutz e.V. waren mit einem eigenen Informationsstand vertreten.
Bei all der Wissensvermittlung kam der Spaß nicht zu kurz. Ein Glücksrad für die Bürgerinnen und Bürger sowie eine Bastelecke zum Bauen von Windrädern für die kleineren Gäste rundeten die besonders gelungene Veranstaltung ab.
Mit voller Vorfreude blicken wir der nächsten Informationsveranstaltung am 21. Januar 2024 in Altötting entgegen.